Tabak

Tabakanbau in Wittlich

Tabakpflanze

Besucher entdecken im Wittlicher Tal oft erstaunt rosablühende Tabakfelder und hoch in die Landschaft auf ragende Tabaktrockenschuppen. 

Warum findet man diese Besonderheiten nur hier in Wittlich und sonst nirgends im weiten Umkreis? Drei Gründe gibt es für diese Tatsache: 

1. das günstige Sonderklima der Wittlicher Senke mit der für diese Höhenlage sonst nicht üblichen Jahresdurchschnittstemperatur von 8,7°C, 

2. die besonders günstigen Voraussetzungen des Bodens, der als Rotliegendschichten eine vom Tabak bevorzugte sandig lehmige Eigenschaft besitzt und beste Brennfähigkeit des dort gewachsenen Tabaks garantiert. 

3. die kleine Betriebsstruktur, welche seit der Zeit der Realteilung in der hiesigen Gegend vorherrscht. 

Das genaue Datum, wann das „Teufelskraut“ – so wurde der Tabak anfänglich genannt – zum ersten Mal in Wittlich angebaut wurde, ist nicht bekannt, jedoch wird bereits 1747 in einem Schriftstück erwähnt, dass sich „Tabakspinner innerhalb des Stadtgebietes von Wittlich befinden“.