Südeifel Wanderwoche in Platten


Besser hätte das Wetter für die Wanderung „Wasser, Wald & Wein – auf den Spuren des Plattener Däwels“ im Rahmen der Wanderwoche Südeifel 2026 nicht sein können. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Dienstag 27 Teilnehmer auf den Weg, die abwechslungsreiche Landschaft rund um Platten zu entdecken.

Am Winzerhof Görgen startete die rund 7,8 Kilometer lange geführte Rundwanderung. Über den Plattener Rundwanderweg P3 führte die Strecke zunächst in die reizvolle Plattener Schweiz. Naturbelassene Waldpfade, schmale Stege entlang des Steinbachgrabens und das malerische Waldstück „Rans“ sorgten für Begeisterung und schöne Wandermomente.

Nach einer stärkenden Rast mit Kuchen, rotbackigen Äpfeln und prickelndem Mineralwasser wanderte die Gruppe weiter über den Lieserpfad und eine historische Bahnbrücke. Vorbei am Pegelhäuschen und durch die Plattener Weinberge führte der Weg schließlich zurück ins Dorf. Unterwegs blieb genügend Zeit, die herbstliche Landschaft zu genießen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Besonderheiten der Region kennenzulernen.

Nach rund dreieinhalb Stunden kehrten die Wanderer zurück zum Winzerhof Görgen.

Während der gemeinsamen Einkehr ließen sich die Teilnehmer würzigen Plattener Teufelsbraten, Gemüsebratlinge und Bratkartoffeln schmecken.

Den Abschluss der Wanderung beschreibt am Besten das alte Gedicht über die Plattener Spezialität:

„Bist du ein Freund von Moselwein,
dann kehr‘ auch mal in Platten ein;
denn jedem Gast kann man nur raten:
Trink Plattener Wein, iss Teufelsbraten.“

Das traditionsreiche Gericht, ein in Wein gebadetes und anschließend gegrilltes Schweinekammsteak bildet seit vielen Jahren eine besondere kulinarische Verbindung zum Weinort Platten.

Bei Wein, gutem Essen und angeregten Gesprächen klang der erlebnisreiche Nachmittag schließlich gemütlich aus.
27 Wanderfreunde, Kaiserwetter, eine abwechslungsreiche Strecke und ein deftiger Teufelsbraten – die Wanderung auf den Spuren des Plattener Däwels verband Natur, Geschichte, Wein und regionale Küche auf besondere Weise.

Ganz im Sinne der letzten Zeilen des Gedichts darf man daher wohl sagen: „Drum mache es wie unsere Ahnen, fühl dich hier wohl in ‚Teufels-Namen‘.“